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„Nein zur Blutrache – Ja zum Leben“ 

ist eine Stiftung, die in Shkoder, in Nordalbanien mit dem Ziel gegründet wurde, gegen die todbringende Tradition der Blutrache anzukämpfen. Weiter sollen christliche Gemeinschaften für dieses Problem sensibilisiert werden und Opfer geistliche, materielle und psychologische Hilfe erhalten. Ganze Familienstämme leben aufgrund dieser leidbringenden Tradition versteckt und in völliger Isolation, da sich die Männer als Ernährer der Familien ständig in Todesgefahr befinden und versteckt in ihren Häusern leben, um sich der Gefahr einer Ermordung nicht auszusetzen: Diese würde den wirtschaftlichen Ruin für ihre Familien bedeuten, die zu all dem Leid dann auch seelische Traumen verarbeiten müssten.

Am 8. Oktober 2010 verlor Albanien  Dritan Prroj, der im Alter von 34 Jahren von Killern aus Gründen von Blutrache ermordet wurde und eine Frau und kleine Kinder hinterlässt. Prroj lebte in der bewussten Nachfolge Jesu Christi und war gleichzeitig als einer der aktivsten Mitarbeiter Vorzeigemodell und Pionier dieser Arbeit gegen Blutrache. Ebenso verlor die örtliche KircheWort Gottes ihren Pfarrer. Nach seiner Ermordung fand man in seinen Taschen Unterlagen über ein Projekt gegen Blutrache. Dieser Entwurf wurde zur Vision der Stiftung, die später ins Leben gerufen wurde und die es sich auf die Fahnen schrieb, Dritan Prrojs Traum und seine Vision zu vollenden. Dritan Prroj liebte sein Land und seine Berufung mehr als sein Leben. Wir glauben fest daran, dass sich Vergebung gegenüber Hass durchsetzen wird. Der Friede wird die Rache besiegen; das Leben wird den Tod überwinden!

Von der Erstellung des Konzepts und der Ausarbeitung der Statuten für die Stiftung an ist eine beträchtliche Anzahl von Familien involviert. Deren Arbeit besteht bis zum heutigen Tag fort. Sie helfen Betroffenen mit materieller, geistlicher, psychologischer und gesundheitlicher Fürsorge. Parallel werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt wie zum Beispiel Demonstrationen in Shkoder. Ebenso gibt es Zusammenkünfte mit Politikern im In- und Ausland, um Wege zu suchen und zu finden, Blutrache dauerhaft und effektiv in der Region Shkoder und im ganzen Land zu bekämpfen.

Den Mitarbeitern der Stiftung ist es gelungen, 50 Familien ausfindig zu machen, die von Blutrache betroffen sind, die seitdem unter ihre Obhut betreut werden. Die meisten der Familien halten sich nun schon jahrelang versteckt und haben es bis heute nicht vermocht, sich von den Auswüchsen der Blutrache zu befreien und diese dauerhaft abzuschütteln.

Die Stiftung wurde von Elona Prroj, der Witwe des ermordeten Pfarrers gegründet. Sie ist deren Vorsitzende.