Wieso Albanien?


Dieser Bericht wurde von Horst geschrieben!

1991 haben Kalla und ich zwei Hilfstransporte nach Albanien gemacht und danach gesagt: Nie wieder Albanien! Sowas kaotisches haben wir noch nie gesehen. Wir waren froh lebendig und ohne größere Schäden am Lastzug das europäische Festland zu erreichen.
2016 lernten wir Alban und Sonja Abazi mit Ester und Gabriela im Flüchtlingscamp kennen. Sie hoben sich durch Ihr Organisationstalent und ihren Einsatz für die übrigen Flüchtlinge hervor.
Auch nachdem sie eine kleine Wohnung bekamen, setzten sie in ihrer Freizeit ihre Fähigkeiten in der Flüchtlingsarbeit ein. Sonja ist Englischlehrerin und hat viel gedolmetscht. Alban war für die Gastfreundschaft zuständig. Sie sind Christen und daraus entwickelte sich schnell eine geschwisterliche Freundschaft.
Im September 2016 wurde die Familie abgeschoben. Monika Deitenbeck-Goseberg, ein Freund der Familie Abazi und wir haben alles versucht, um die Familie nach Deutschland zurückzubekommen, was aber nicht gelang.


Am 20. Februar 2017 machten Willi Kebernik – ein besonderer Freund von Sonja und Alban – und ich uns auf den Weg nach Albanien (sag niemals nie), um zu schauen, wie es der Familie geht. Bei dieser Gelegenheit sahen wir auch die Not in Shkodra unter den Blutracheopfern. Und die Not traf mich mit voller Wucht, denn die Verlierer waren die vielen unschuldigen Kinder! Da wir schon viel Erfahrung mit notleidenden Kindern in der Mongolei gesammelt haben, beschlossen wir mit Alban und Sonja – sie haben ein großes Herz für diese Kinder – ein Schulprojekt aufzubauen, die diesen und anderen armen Kindern ermöglicht aus diesem Jahrhunderte dauernden Kreislauf herauszubrechen.

Es ist die schönste Aufgabe Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen.

Horst Beste

Posted in Archiv, Hilfe vor Ort.

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