Impressionen aus Shkodra

Gunther schreibt:

Die direkte Nachbarschaft der Schule gehört zu den ansehnlichen Teilen von Shkodra. Der Zustand der Häuser ist relativ gut (zumindest ohne in die Hinterhofbebauung zu schauen, dort sieht es schon wieder ganz anders aus). Auch die wenige hundert Meter entfernte Fußgängerzone ist sehr schön mit ihren Straßencafes und Geschäften, den Nobelhotels und der großen Moschee.

Sonntag nach dem Gottesdienst sind wir (Claudia, Swani, Norbert und ich sowie Violetta und Sefi als Einheimische) zu Fuß von der Schule bis zur Festung am Stadtrand gelaufen. Ich wollte gerne nochmal das kaputte, morbide Shkodra sehen, wie ich es von unserem Albanienurlaub vor 9 Jahren in Erinnerung hatte.

Die Armut und die Diskrepanz zwischen arm und der kleinen reichen Schicht (man fragt sich besser nicht wo das Geld für die oft vertretenen Luxus-SUV und Porsche bis hin zum Ferrari herkommt) war dann auch sehr schnell sichtbar. Die paar Fotos die ich davon gemacht habe sprechen für sich … bezeichnend ist das Foto mit dem Müll vor dem verlassenen  Ladenlokal.

Das ist direkt an der Kreuzung hoch zur Festung Rozafa, der touristischen Hauptattraktion von Shkodra.

Vorher an der Hauptstrasse eine Bauruine nach der anderen. Auch direkt hinter der Fußgängerzone sind alte Hochhäuser, die gar nicht oder nur noch in der oberen Etage bewohnbar sind.

Um so schöner und wertvoller ist der Zustand der Schule jetzt nach den ganzen Arbeiten zu bewerten.

Positiv ist allerdings, das die im ganzen Land vorhandenen kleinen Bunker (aus Zeiten des paranoiden kommunistischen Herrschers Enver Hoxha) mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunen sind.dsc08328jpg_29672197134_o

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