Danke an die Spender und Sponsoren

Ohne die Großzügigkeit der vielen großen und kleinen Spender ist unser Projekt Schule in Albanien gar nicht möglich. Deshalb einen ganz großen Dank im Namen der armen und von Blutrache betroffenen Kinder.

Besonderer Dank gilt den vielen kleinen und großen regelmäßigen Geldspendern, ohne deren Hilfe die laufenden monatlichen Kosten nicht zu tragen wären. Auch die vielen Sachspenden wie Kleidung, Fahrräder, Spielzeug usw. haben den armen Familien sehr geholfen.

Für die Materialspenden zur Renovierung und Ausstattung der Schule danken wir insbesondere den heimischen Unternehmen:

Fa. Dörken für die mehr als großzügige Spende von 80 Eimern  Farbe für den Anstrich des Schulgebäudes.

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Den Lüdenscheider Installateuren  Fa. Seyffarth Sanitärteam und Fa. Martin Poß

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sind wir für Installationsmaterial wie Rohre, Bögen, Kugelhähne zum Einbau der Heizung sehr dankbar.

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Schornsteinfegermeister Utz Buschhaus danken wir für den unschlagbaren Sonderpreis für den Edelstahlkamin.

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Stolz und dankbar sind wir wegen der tollen Mitarbeiter der Fa. Busch Jäger Elektro, die bei ihrem Arbeitgeber Schalter, Steckdosen usw. kauften, um dieses Elektromaterial selbstlos zu spenden. Das war eine super Sache!

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Zum Schluss gilt unser Dank den bescheidenen Spendern, die lieber anonym Gutes tun und hier nicht genannt werden wollen. Ohne diese Spender wäre der von uns nach Albanien geschickte LKW nicht annähernd so gefüllt gewesen.

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Schulbeginn und Schulablauf

Horst schreibt:

November 2017

Der erste Teil der Schulvision ist in Erfüllung gegangen.
Montags ab 12:30 Uhr kommt richtig Leben in die neue Schule in Shkoder. Geplant war ja, dass die Schule mit fünf Schuljahren beginnt und dann Jahr für Jahr ein Schuljahr dazukommt, doch die letzten Genehmigungen wurden noch nicht erteilt, sodass der reguläre Schulbetrieb noch warten muss. Zurzeit würde dieser auch unseren finanziellen Rahmen sprengen. So haben wir mit dem wichtigeren Teil, das Nachmittagsprogramm, begonnen.


Dazu kommen momentan 20 Kinder aus armen und Blutschuldfamilien, so wie neun Kinder aus ,,normalen“ Familien.
Montags bis Freitagnachmittag fangen wir erstmals mit 90 Minuten Hausaufgabenhilfe und Spiel an, danach unterrichten wir an drei Tagen Englisch und an zwei Tagen Computertraining. In den restlichen freien Stunden wird Kunst und Sport unterrichtet.
Als Lehrkräfte stehen Sonja (Schulleiterin), Violetta und drei amerikanische Frauen Anna, Carlotte und Laura zur Verfügung.

Für den technischen Ablauf ist Alban verantwortlich und für die Reinigung der Schule ist Mire (eine Mutter von den betroffenen Familien) zuständig.
Morgens um 8 Uhr beginnt der Dienst in der Schule mit Gebet. Danach wird der Lehrplan für den Nachmittag vorbereitet und besprochen. Die Zwischenzeit bis zum Schulbeginn nutzt Sonja aus, um arme Familien bei Behördengänge und Arztbesuche zu unterstützen. Wie meistens in armen Ländern, haben Arme und Schwache kein Mandat bei Behörden und Ärzten.

 

Donnerstags abends findet der Englisch Speaking Club statt. Wir gründeten diesen Club, um auch den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben Englisch zu lernen und neue Kontakte zu den gleichaltrigen Jugendlichen zu bekommen.


Dazu kommt auch noch ein Englischkurs für Erwachsene. So kann schnell aus einem neun Stundentag Arbeit bis spät in die Nacht werden.

Impressionen aus Shkodra

Gunther schreibt:

Die direkte Nachbarschaft der Schule gehört zu den ansehnlichen Teilen von Shkodra. Der Zustand der Häuser ist relativ gut (zumindest ohne in die Hinterhofbebauung zu schauen, dort sieht es schon wieder ganz anders aus). Auch die wenige hundert Meter entfernte Fußgängerzone ist sehr schön mit ihren Straßencafes und Geschäften, den Nobelhotels und der großen Moschee.

Sonntag nach dem Gottesdienst sind wir (Claudia, Swani, Norbert und ich sowie Violetta und Sefi als Einheimische) zu Fuß von der Schule bis zur Festung am Stadtrand gelaufen. Ich wollte gerne nochmal das kaputte, morbide Shkodra sehen, wie ich es von unserem Albanienurlaub vor 9 Jahren in Erinnerung hatte.

Die Armut und die Diskrepanz zwischen arm und der kleinen reichen Schicht (man fragt sich besser nicht wo das Geld für die oft vertretenen Luxus-SUV und Porsche bis hin zum Ferrari herkommt) war dann auch sehr schnell sichtbar. Die paar Fotos die ich davon gemacht habe sprechen für sich … bezeichnend ist das Foto mit dem Müll vor dem verlassenen  Ladenlokal.

Das ist direkt an der Kreuzung hoch zur Festung Rozafa, der touristischen Hauptattraktion von Shkodra.

Vorher an der Hauptstrasse eine Bauruine nach der anderen. Auch direkt hinter der Fußgängerzone sind alte Hochhäuser, die gar nicht oder nur noch in der oberen Etage bewohnbar sind.

Um so schöner und wertvoller ist der Zustand der Schule jetzt nach den ganzen Arbeiten zu bewerten.

Positiv ist allerdings, das die im ganzen Land vorhandenen kleinen Bunker (aus Zeiten des paranoiden kommunistischen Herrschers Enver Hoxha) mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunen sind.dsc08328jpg_29672197134_o

Future Generation

Gunther schreibt:

… gestern morgen waren dann die Kinder eingeladen. Das war wunderschön, als unsichere, verängstigte Augen anfingen zu strahlen. Kalla und Kalle hatten ihre großen Handpuppen dabei. Elona und Violetta sorgten mit Musik zum Mitsingen und vielen Spielen für ein lustiges und lautes Durcheinander.

Besonders das Foto von den strahlenden Augen des kleinen Jungen war mir der schönste Lohn für die ganze Arbeit und Mühen.

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Der Kleine wurde geboren als sein Vater sich schon viele Jahre wegen der Blutrache verstecken mußte. Seine Mutter war während der Schwangerschaft sehr krank und die Ärzte erwarteten ein krankes oder behindertes Kind. Trotzdem ist es ein kerngesunder Sonnenschein geworden. Elona sagte es wäre ihr „magic child“.
Zum Schluss wurden die prall gefüllten Tüten mit Schulmaterial, Spielzeug und Hygieneartikeln aus unserer Klingelbeutel- und Spendenaktion verteilt.

Was waren die Kleinen und die Mütter stolz. Manchen Kindern waren die Traumatisierungen trotzdem weiterhin ins Gesicht geschrieben …

Gruß
Gunther

Fernsehbericht zur offizellen Feier!