Vorrangigste Bedürfnisse Betroffener

In Besuchen bei betroffenen Familien wurden Detailinformationen zu den vorrangigsten Problemstellungen herausgearbeitet, deren Beseitigung  sofortige Hilfsmaßnahmen erfordern:

Arbeitslosigkeit und Armut: 

Da die Männer ständiger Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt sind, können sie keiner Arbeit nachgehen und ihre Familien nicht versorgen. Staatliche Unterstützung gibt es in Albanien nicht, da Albanien ein sehr armes Land ist. Für Frauen ist es kaum möglich, Arbeit zu finden. Zum einen haben viele von ihnen keine Ausbildung, zum anderen ist es ein althergebrachter Brauch, der es Frauen verbietet, arbeiten zu gehen. Blutrache vernichtet damit nicht nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, sondern führt die betroffenen Familien in immer größere Armut hinein.

Kinder und ihre Zukunft:

Ein Fokus liegt auf den Lebensumständen von Kindern aus den betroffenen Familien. Sie benötigen dringend spezielle Fürsorge in sozialer und erzieherischer Hinsicht. Sie entbehren viel, da sie von ihren belasteten Eltern kaum Hilfe bekommen können. Ebenso benötigen die Kinder aufgrund ihrer psycho-emotionalen Verfassung unbedingt professioneller Hilfe, da viele von ihnen Ermordungen miterlebt haben und dadurch schwer traumatisiert sind.

Engagement für diese Zielgruppe:

Junge Menschen aus der Kirchengemeinde helfen mit, so dass regelmäßige Besuche bei betroffenen Familien realisiert werden können. Im Rahmen von Förderprogrammen stellt die Stiftung Grundnahrungsmittel für die Familien bereit, die vor allem im Winter dringend benötigt werden. Einige Betroffene aus diesen Familien haben ihr Leben Gott übergeben und besuchen inzwischen die Kirchengemeinde regelmäßig wöchentlich.